Risiko Stromausfall
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Ein Orientierungs-Leitfaden von der Gefährdungsanalyse bis hin zum erfolgreichen Stromausfall-Management
Stromausfälle gehören zu den unterschätzten Unternehmensrisiken. Der Stromausfall in Berlin im Januar 2026, der durch einen Brandanschlag verursacht wurde, zeigt deutlich, wie verwundbar moderne Infrastrukturen sind. Für Unternehmen – insbesondere für Betreiber kritischer Infrastrukturen (KRITIS) – wird ein professionelles Stromausfall‑Management damit wichtiger denn je.
Mit der Verschärfung des KRITIS‑Dachgesetzes und der Umsetzung von NIS‑2 steigen die gesetzlichen Anforderungen erheblich. Unternehmen müssen belastbare Gefährdungsanalysen durchführen, Notstrom‑ und Redundanzkonzepte etablieren, klare Entscheidungs‑ und Meldewege definieren und die eigene Resilienz systematisch stärken. Die Fähigkeit, einen Stromausfall schnell zu bewältigen und kritische Prozesse aufrechtzuerhalten, ist damit nicht nur Aufgabe der Business Continuity Planung, sondern auch ein zentrales Element moderner Unternehmenssicherheit.
Während häufig über großflächige und langandauernde Blackouts gesprochen wird, zeigen aktuelle Entwicklungen: Das reale Risiko liegt einerseits in kurzen oder mehrstündigen Stromausfällen, ausgelöst beispielsweise durch Netzstörungen oder technische Defekte und andererseits in lokal oder regional eintretenden Ausfällen, zum Beispiel aufgrund von Sabotagen oder Naturereignissen. Allen ist gemeinsam: Die Ausfälle können gravierende Folgen haben und reichen von der erheblichen Störung der Alltagsabläufe über Produktionsunterbrechungen, IT‑Ausfällen, Lieferkettenprobleme bis hin zu erheblichen wirtschaftlichen Schäden.
Dieses praxisorientierte Seminar vermittelt einen kompakten und zugleich tiefgehenden Überblick über zentrale Aspekte des Stromausfall‑ und Krisenmanagements. Sie erfahren,
- wie Sie Stromausfallrisiken realistisch einschätzen,
- welche gesetzlichen Anforderungen (KRITIS, NIS‑2, TOMS) für Ihr Unternehmen relevant sind,
- welche Maßnahmen ein wirksames Notstrom‑ und Redundanzkonzept umfasst,
- wie Sie organisatorische und technische Resilienzmaßnahmen erfolgreich umsetzen,
- und wie Unternehmen aus realen Fallbeispielen lernen können.
Der Leitfaden orientiert sich an Best Practices, aktuellen gesetzlichen Vorgaben und typischen Herausforderungen aus der Unternehmenspraxis. Ziel ist es, Unternehmen – KRITIS wie Nicht‑KRITIS – dabei zu unterstützen, ihre Versorgungssicherheit, Handlungsfähigkeit und Resilienz gegenüber Stromausfällen langfristig zu stärken.
Die Teilnehmenden sollen in die Lage versetzt werden, Stromausfallrisiken realistisch zu bewerten und ein praxistaugliches und resilienzstärkendes Stromausfall‑Management aufzubauen, das auch bei ungeplanten Unterbrechungen die Aufrechterhaltung kritischer Prozesse sicherstellt.
Mehrwert und Seminarziel:
Das Seminar ist praxisorientiert und kompakt angelegt. Neben Einblicken in das Krisenmanagement der Norddeutschen Landesbank, der Vermittlung erprobten Know-hows und dem Erfahrungsaustausch untereinander erhalten Sie mehrere Quick-Check-Dokumente sowie einen Orientierungsleitfaden, die Sie in die Lage versetzen, die Folgen eines Stromausfalls in Ihrem Unternehmen zu analysieren, erste Schritte einzuleiten sowie ein Notfallkonzept „Betrieb unter Notstromversorgung“ zu entwickeln.
Agenda
Stündlicher Zeitplan
Programm – 24. Juni 2026
- 9:00 Uhr
- Einführung – Vorstellung – Erwartungshaltung
- „Business as usual?“ Oder: Was passiert, wenn der Strom einmal nicht aus der Steckdose kommt . . . ?
- Auswirkungen jenseits des Katastrophenszenarios „lang anhaltender Stromausfall“ | Betrachtung von Ausfallrisiken
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Referent(en)
Hiermann, Torsten
- 10:00 Uhr
- „Wir haben doch eine Notstromversorgung . . .“ Was Notstromeinrichtungen leisten können. Und was nicht!
- Redundanzen, Umschaltzeiten, Lastabwurf: Begrifflichkeiten und Definitionen | USVs & Netzersatzanlagen: Komponenten der Notstromversorgung, Eigenschaften und Anwendungsszenarien | Normalnetz, Ersatznetz, USV-Netz: Versorgungsstrategien für Büro- und Verwaltungsliegenschaften | Behördlich geforderter Notstrom: Ersatzversorgung von Sicherheitsanlagen
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Referent(en)
Woll, Oliver
- 10:30 Uhr
- Kaffeepause
- 10:45 Uhr
- „Blackout-Readyness“ – So eruieren Sie die Blackout-Tauglichkeit Ihres Unternehmens mit Checklisten
- Welche Geschäftsprozesse sind von vitalkritischer Bedeutung und was bedeutet dies für die Verfügbarkeit der Stromversorgung? | Welche Anwendungen sind vom elektrischen Betrieb abhängig? | Welche Inhalte gehören in ein Notfallkonzept „Betrieb unter Notstromversorgung“? | Wie wichtig sind Wiederanlaufkonzepte? | Vorstellung der Checklisten
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Referent(en)
Hiermann, Torsten
- 12:00 Uhr
- Technisches Notstromkonzept
- Branchen- und anwendungsorientierte Lösungen: Darstellung verschiedener Konzepte zur Notstromversorgung | Auswirkungen auf weitere gebäudetechnische Systeme | Und wenn der Strom wiederkommt…? Rückkehr zum Normalbetrieb | Fehlerquellen in der Planung und Realisierung von Notstromanlagen
-
Referent(en)
Woll, Oliver
- 12:30 Uhr
- Mittagspause
- 13:15 Uhr
- Anwendung des technischen Notstromkonzeptes – Wie gut ist Ihre Planung wirklich? Ergebnisse verschiedener Last- und Funktionstests
- Kompensationsanlage, Batterien, Klimatisierung, Kraftstoffsysteme: Wechselwirkungen zwischen Anlagen und Bauteilen | Wie kleine Bauteile ganze Rechenzentren lahmlegen können | Wenn der Slave dem Master Redundanz geben soll… | Eingebaute Schwachstelle Not-Aus-Schalter
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Referent(en)
Woll, Oliver
- 14:00 Uhr
- Kaffeepause
- 14:30 Uhr
- Praxisbeispiele: Einsatz mobiler Notstromanlagen
- 15:00 Uhr
- Praxisbeispiel NORD/LB
- Notfallorganisation Stromausfall | Erkenntnisse eines realen Stromausfalls | Alarmierungskonzept/-wege
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Referent(en)
Leuthäuser, Jens
- 16:00 Uhr
- Klärung offener Fragen
- 16:30 Uhr
- Ende der Veranstaltung
Referenten
Referent(en)
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Hiermann, TorstenEr unterstützt mit der auf Krisenmanagement spezialisierten Beratungskanzlei CriseConsult Unternehmen, Behörden und Regierungsinstitutionen. Außerhalb der Beraterperspektive bringt er langjährige Erfahrungen als Mitglied und Leiter in verschiedenen Einsatz- und Krisenstäben sowie als Sicherheitsberater mit. Frühere Dozententätigkeiten für die Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz, ein Lehrauftrag an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster und seine Verwendung als Offizier der Bundeswehr bilden zusätzliche Eckpfeiler des beruflichen Werdegangs. Die operative Tätigkeit für “TaktikTraining”, dem Kompetenzzentrum von CriseConsult für Trainings in sicherheitsrelevanten Themenfeldern, steht darüber hinaus für praxis- und einsatzerprobte Erfahrungen und Sichtweisen.
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Leuthäuser, JensElektroingenieur, Fachkraft für Arbeitssicherheit, Zentraler Schutzbeauftragter und verantwortlich für das Notfall- und Krisenmanagement in der NORD/LB. Davor Projektingenieur und Projektleiter für IT-Informationstechnologie und sicherheitstechnische Anlagen sowie elektrotechnische Anlagen. Er leitet als stellvertretender Krisenstabsleiter die Sicherheits-Koordinierungsstelle als Lageteam und hat bereits übergreifende Notfall- und Krisenstabsübungen vorbereitet und durchgeführt.
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Woll, OliverSecurity Consultant bei der VON ZUR MÜHLEN’SCHE GmbH, Bonn, im Bereich Rechenzentrumsplanung mit den Schwerpunkten Konzepterstellung für höchstverfügbare Rechenzentren, Schwachstellenanalysen, Qualitätssicherung während der Planung und Realisierung sowie Energieeffizienz. Redakteur des Informationsdienstes »Sicherheits-Berater«.
Zielgruppe
Notfall- und Krisenmanager, Business Continuity-Verantwortliche, Facility-Manager, Verantwortliche von stromabhängigen Einrichtungen, Produktionsverantwortliche
Anmeldung
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Veranstaltungsort
Dieses Seminar findet Online über Teams statt. Den Link für die Teilnahme an diesem Onlineevent erhalten Sie drei Tage vor der Veranstaltung.
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Kosten
Die Teilnahmegebühren für diese Veranstaltung betragen € 850. Für Abonnenten des »Sicherheits-Berater« reduziert sich der Preis um 5%. Der Preis versteht sich zuzüglich Mehrwertsteuer. Darin enthalten sind folgende Leistungen: Dokumentation zum Download, Teilnahmebescheinigung..






