Executive Protection Professional – Modul 2 von 2
Datum
- 01. - 03.12.2026
- Neuer Lehrgang
Ort
- Wiesbaden
Preis
- € 2.450
Übersicht
Agenda
Referenten
Zielgruppe
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Übersicht
Modul 2 des Zertifikatlehrgangs des Executive Protection Professional (EPP) vermittelt die wesentlichen Fähigkeiten, um digitale Bedrohungen, komplexe Risikolagen und sicherheitskritische Situationen im Executive Protection professionell zu bewerten und zu bewältigen. Im Mittelpunkt stehen die Analyse der digitalen Spuren sowie der Aufbau einer kontinuierlichen digitalen Beobachtung, die Erstellung digitaler und reisbegleitender Lagebilder sowie die sichere Kommunikation und Informationsschutzziele im Alltag und auf Reisen. Ergänzend behandelt das Modul den Umgang mit besonderen Risiken wie Erpressungen, hybriden Bedrohungslagen und internationalen Szenarien – inklusive Zusammenarbeit mit Behörden und integriertem Krisenmanagement. Abschließend erhalten die Teilnehmenden Einblicke in Täterpsychologie, Kommunikation in kritischen Situationen sowie rechtliche Grundlagen für ein handlungssicheres operatives Vorgehen.
Agenda
Stündlicher Zeitplan
Erster Veranstaltungstag – Spezielle Risiken und behördliche Zusammenarbeit
- 09:00 Uhr
- Begrüßung
- Strategische Einordnung von Erpressungsrisiken
- Einordnung von Erpressung als Unternehmens-, Sicherheits- und Reputationsrisiko | Typologie moderner Erpressungslagen (physisch, digital, hybrid) | Abgrenzung zu Drohungen, Nötigung, Sabotage und Terrorismus | Relevanz für Vorstand, Geschäftsführung und exponierte Funktionen
- Erpressungsszenarien im In- und Ausland
- Personengebundene Erpressung (Führungskräfte, Angehörige, Key Assets) | Länderspezifische Risikoprofile und kulturelle Besonderheiten | Besonderheiten bei Auslandstätigkeiten und internationalen Projekten | Mit Täterwissen, unter Zeitdruck, kombinierte Lagen
- Analyse realer Vorfälle („Lessons Learned“) und Fallstudie
- Typische Eskalationsmuster und Entscheidungsfehler | Frühindikatoren und Warnsignale in realen Fällen | Erfolgsfaktoren im Umgang mit Erpressungslagen | Ableitung konkreter Präventions- und Reaktionsmaßnahmen
- Abgrenzung und Zusammenarbeit mit Behörden
- Rollenverständnis Unternehmen vs. Polizei, Staatsanwaltschaft, Sicherheitsbehörden | Grenzen unternehmerischer Eigenmaßnahmen und behördliche Zuständigkeiten | Internationale Aspekte und Schnittstellen bei Auslandsfällen | Verhaltensregeln bei parallelem Einsatz (BKA / LKA und private Kräfte) | Gefährdungseinstufung (Notwendigkeit, Vor- und Nachteile) und Zusammenarbeit bei Gefährdungslagen
- Krisenmanagement bei Hochrisikolagen
- Einbindung der Erpressungslage in bestehende Krisenmanagementstrukturen | Entscheidungsfindung unter Zeitdruck und Unsicherheit | Kommunikationsstrategie intern, extern und gegenüber Behörden | Einbindung externer Experten (Krisenberater, Verhandler, IT-Forensiker) | Maßnahmen zum Selbstschutz der Schutzperson bei unmittelbarer Bedrohung | Reaktionsfähigkeit trotz behördlicher Prozesse sicherstellen
- Gruppenarbeit: Handlungsstrategien bei einer Bedrohungslage/eines Erpressungsszenarios
- Analyse eines realitätsnahen Erpressungsszenarios | Strukturierte Lagebewertung und Priorisierung | Entwicklung mehrerer Handlungsoptionen inkl. Risiko- und Wirkungsbewertung | Entscheidungsvorlage für Geschäftsführung / Krisenstab | Reflexion: Entscheidungsqualität, Kommunikation und Führung | Einschätzung von Drohschreiben
- 17:00 Uhr
- Ende des ersten Veranstaltungstages
Zweiter Veranstaltungstag – Digitale Resilienz und Lagebilderstellung
- 09:00 Uhr
- Digitale Grundlagenerhebung
- Analyse des digitalen Footprints der Schutzperson und naher Angehöriger mit OSINT-Methoden | Auswertung von Social-Media-Präsenzen, offenen Profilen und historischen Inhalten | Identifikation sensibler Informationen: Aufenthaltsorte, Routinen, familiäre Bezüge, Interessen und Gewohnheiten| Monitoring und kontinuierliche Lagebeobachtung | Bedeutung kontinuierlicher Beobachtung statt punktueller Analyse
- Digitale Vorerkundung zu Dienstreisen
- Übertragung des digitalen Lagebildes auf eine anstehende Auslandsreise | Digitale Vorerkundung des Ziellandes und Zielortes | Nutzung von Kartendiensten (GEOINT) | Einsatz teilautomatisierter und KI-gestützter Tools zur Verdichtung von Informationen
- Reisebegleitendes Lagebild
- Fortführung des Lagebildes während der Reise | Einordnung aktueller Ereignisse | Verständnis für das digitale Lagebild als dynamischen Prozess, der Entscheidungen im Personenschutz unterstützt
- Bewertung digitaler Risiken
- Unterscheidung zwischen: tatsächlicher Bedrohung, abstraktem Risiko, rein reputativem Schaden | Einschätzung der Auswirkungen digitaler Informationen auf: physische Sicherheit, Planbarkeit von Angriffen, Erpressungs- oder Einflussmöglichkeiten | Berücksichtigung der Perspektive von: Schutzperson, Angehörigen, Schutzteam | Ableitung von Maßnahmen | Abwägung zwischen Aufwand, Nutzen und Realisierbarkeit
- Umgang mit problematischen Inhalten
- Praktischer Umgang mit auffälligen oder sicherheitsrelevanten Inhalten | Takedown-Maßnahmen | Dokumentation von Risiken und Maßnahmen
- Sichere Kommunikation und Technikeinsatz
- Anforderungen an sichere Kommunikation im Personenschutz | Praxisbewährte Kommunikationslösungen | Redundanz- und Ausweichkonzepte | Rolle klarer Kommunikationsregeln für die Sicherheit der Schutzperson
- Informationsschutz für SP und Team
- Typische Gefahren in Hotels und fremden Umgebungen | Grundlegende, pragmatische technische Checks | Bedeutung von Verhaltensregeln gegenüber reiner Technik | Vorbereitung und Sensibilisierung der Schutzperson
- Gruppenarbeit: Erstellung einer Travel Risk Summerys für eine exponierte Unternehmerfamilie
- 17:00 Uhr
- Ende des zweiten Veranstaltungstages
Dritter Veranstaltungstag – Psychologische Krisenbewältigung und Kommunikation in kritischen Situationen/ Rechtliche Besonderheiten- Strafbarkeit und Haftung
- 08:30 Uhr
- Psychologische Krisenbewältigung
- Motive und Verhalten von Gewalttätern | Wie können Täter im Hinblick auf ihr Verhalten und ihre Motive analysiert werden? | Was ist im Verlauf von Straftaten zu berücksichtigen? | Welche Konsequenzen ergeben sich daraus für Interventionskräfte und Opfer?
- Kommunikation in kritischen Situationen
- Wie können Erpresserschreiben analysiert werden? | Welche Prinzipien gibt es für die Kommunikation mit Tätern? | Erstkontakte / Gefährderansprachen | Gesprächs- und Verhandlungsführung in Entführungs-, Geisel- und Erpressungslagen
- Rechtliche Besonderheiten – Strafbarkeit und Haftung
- Strafrechtliche Risiken | haftungsrelevante Fehlerquellen | einschlägige Rechtfertigungsgründe (u. a. Notwehr/Nothilfe) | waffenrechtliche Vorgaben beim Führen und Einsetzen von Waffen | Reale Einsatzsituationen und Praxisfälle: Analyse typischer Szenarien, Juristische Einordnung, Aufzeigen klarer, anwendungsorientierter Regeln | strafrechtliche und haftungsrechtliche Folgen für Führungs- und Fachkräfte | Leitlinien für rechtssicheres Verhalten | Anforderungen an behördliche Genehmigungen für bestimmte Schutzmaßnahmen
- Schriftliche Prüfung zum Executive Protection Professional
- 16:30 Uhr
- Ende des Zertifikatslehrgangs
Referenten
Referent(en)
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Bédé, AxelDipl.-Verwaltungswirt, Berater im Security-Bereich – Schwerpunkt Notfall- und Krisenmanagement: Implementierung, Optimierung, Trainings und Übungen. Dozent an der Frankfurt School of Finance & Management sowie Autor von Büchern und Veröffentlichungen zum Thema Notfall- und Krisenmanagement. Hauptberuflich Leitender Kriminaldirektor im Landeskriminalamt Berlin. Verwendung in unterschiedlichen Führungspositionen der Berliner Kriminalpolizei.
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Bayer, AlexanderOberstaatsanwalt in Duisburg, Leiter Abteilung für allgemeine Straftaten und Strafverfahren gegen und zum Nachteil von Polizeibeamten. Zuvor viele Jahre bei der Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf in der Zentralstelle für Terrorismusverfolgung sowie bei der Staatsanwaltschaft Duisburg in der Abteilung für Tötungs- und Branddelikte und Abteilung für allgemeine Straftaten und organisierte Kriminalität tätig. Er war Dozent beim Landesamt für Ausbildung und Fortbildung der Polizei NRW und bei Ordnungsbehörden.
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Dr. Weber, Günter W.Geschäftsführender Gesellschafter des Instituts für Konfliktforschung und Krisenberatung. Er berät seit über 25 Jahren Unternehmen, exponierte Familien und Behörden rund um die Themen Gefährdungsanalyse als Resultat von Bedrohungsbild und Schutzmaßnahmen, Aufbau von Sicherheitsorganisationen, Einrichtung und Training von Krisenstäben, Begleitung bei Krisenfällen im In- und Ausland, Entwicklung und Gestaltung wirkungsvoller Krisenkommunikation, Training von sicherheitsbewusstem Verhalten für Schutzpersonen (insbesondere auch Familien mit Kindern), Auswahl von qualifizierten Sicherheitskräften über validierte psychologische Verfahren. Seit 2015 hat er einen Lehrauftrag am Lehrstuhl für Psychologie an der Technischen Universität München (TUM).
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Wilson, MatthiasEr entwickelt und leitet spezialisierte Schulungen im Bereich OSINT und Intelligence, die sich unter anderem an Personenschützer richten. Im Mittelpunkt steht die strukturierte Gewinnung, Bewertung und Einordnung sicherheitsrelevanter Informationen.
Er verfügt über mehr als 25 Jahre internationale Erfahrung im militärischen Nachrichtenwesen, in der Intelligence-Analyse und im Schutz exponierter Personen. Seine Laufbahn begann in der Bundeswehr, wo er über viele Jahre Intelligence-Teams führte und Einsätze, unter anderem in Afghanistan, unterstützte. In der Privatwirtschaft war er für internationale Konzerne wie Allianz und BMW tätig. Mit PLOSINT Consulting unterstützt er heute Behörden und Unternehmen durch maßgeschneiderte Trainings und strategische Beratung beim Aufbau leistungsfähiger Intelligence-Fähigkeiten.
Zielgruppe
Personenschützer, Sicherheitsmanager und Sicherheitsbeauftragte, Risikomanager, Mitarbeitende in Corporate Security‑Abteilungen, Personenschutzverantwortliche, Sicherheitsmanager, Krisenmanager und Risk‑Manager, Mitarbeitende externer Sicherheitsdienstleister, Berater, Analysten und Spezialisten sowie Angehörige von Family Offices, Unternehmerfamilien und Private Offices.
Anmeldung
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Veranstaltungsort
Dieser Lehrgang findet im Dorint Pallas Hotel, Auguste-Viktoria-Straße 15, 65185 Wiesbaden statt. Wir haben für Sie im Veranstaltungshotel bis 4 Wochen vor Veranstaltungsbeginn ein begrenztes Zimmerkontingent zu ermäßigten Preisen reserviert. Bitte buchen Sie direkt beim Hotel und nennen Sie das Stichwort "SIMEDIA".
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Kosten
Die Teilnahmegebühren betragen für Modul 1 und Modul 2 jeweils 2.450,– €, Komplettpreis 4.900,- €. Für Abonnenten des »Sicherheits-Berater« reduziert sich der Preis um 5%. Der Preis versteht sich zuzüglich Mehrwertsteuer. Darin enthalten sind folgende Leistungen: Dokumentation zum Download, Teilnahmebescheinigung, Mittagessen, Erfrischungen und Pausenverpflegung sowie das gemeinsame Abendessen zwischen zwei gebuchten Veranstaltungstagen.





