Executive Protection Professional – Modul 2 von 2
Spezielle Risiken und behördliche Zusammenarbeit, Digitale Resilienz und Lagebilderstellung, Psychologische Krisenbewältigung und Kommunikation in kritischen Situationen, Rechtliche Besonderheiten – Strafbarkeit und Haftung
Übersicht
Agenda
Referenten
Zielgruppe
Anmeldung
Übersicht
Modul 2 des Zertifikatlehrgangs des Executive Protection Professional (EPP) vermittelt die wesentlichen Fähigkeiten, um digitale Bedrohungen, komplexe Risikolagen und sicherheitskritische Situationen im Executive Protection professionell zu bewerten und zu bewältigen. Im Mittelpunkt stehen die Analyse der digitalen Spuren sowie der Aufbau einer kontinuierlichen digitalen Beobachtung, die Erstellung digitaler und reisbegleitender Lagebilder sowie die sichere Kommunikation und Informationsschutzziele im Alltag und auf Reisen. Ergänzend behandelt das Modul den Umgang mit besonderen Risiken wie Erpressungen, hybriden Bedrohungslagen und internationalen Szenarien – inklusive Zusammenarbeit mit Behörden und integriertem Krisenmanagement. Abschließend erhalten die Teilnehmenden Einblicke in Täterpsychologie, Kommunikation in kritischen Situationen sowie rechtliche Grundlagen für ein handlungssicheres operatives Vorgehen.
Ergänzend zu dem Zertifikatslehrgang bieten wir unseren Workshop „Praxis- / Force-on-Force-Training für Personenschützer“ an. Der Workshop verbindet fundierte Theorie mit intensiven Praxiseinheiten und verknüpft zentrale Themen wie „Der PKW im Personenschutz“, Evakuierung und Verteidigung in anspruchsvollen Force-on-Force-Szenarien.
Agenda
Stündlicher Zeitplan
Erster Veranstaltungstag – Modul 2 von 2
- Spezielle Risiken und behördliche Zusammenarbeit
- 09:00 Uhr
- Begrüßung und Einführung
-
Referent(en)
Bédé, Axel
- 09:15 Uhr
- Strategische Einordnung von Erpressungsrisiken
- Einordnung von Erpressung als Unternehmens-, Sicherheits- und Reputationsrisiko | Typologie moderner Erpressungslagen (physisch, digital, hybrid) | Abgrenzung zu Drohungen, Nötigung, Sabotage und Terrorismus | Relevanz für Vorstand, Geschäftsführung und exponierte Funktionen
- 10:15 Uhr
- Kaffeepause
- 10:45 Uhr
- Erpressungsszenarien im In- und Ausland
- Personengebundene Erpressung (Führungskräfte, Angehörige, Key Assets) | Länderspezifische Risikoprofile und kulturelle Besonderheiten | Besonderheiten bei Auslandstätigkeiten und internationalen Projekten | Mit Täterwissen, unter Zeitdruck, kombinierte Lagen
- 11:30 Uhr
- Abgrenzung und Zusammenarbeit mit Behörden
- Rollenverständnis Unternehmen vs. Polizei, Staatsanwaltschaft, Sicherheitsbehörden | Grenzen unternehmerischer Eigenmaßnahmen und behördliche Zuständigkeiten | Internationale Aspekte und Schnittstellen bei Auslandsfällen | Verhaltensregeln bei parallelem Einsatz (BKA / LKA und private Kräfte) | Gefährdungseinstufung (Notwendigkeit, Vor- und Nachteile) und Zusammenarbeit bei Gefährdungslagen
- 12:15 Uhr
- Mittagspause
- 13:15 Uhr
- Gruppenarbeit: Handlungsstrategien bei einer Auslandsentführung
- Analyse einer realitätsnahen Auslandsentführung | Strukturierte Lagebewertung und Priorisierung | Entwicklung mehrerer Handlungsoptionen inkl. Risiko- und Wirkungsbewertung | Entscheidungsvorlage für Geschäftsführung / Krisenstab | Reflexion: Entscheidungsqualität, Kommunikation und Führung | Einschätzung von Drohschreiben
- Analyse realer Auslandsentführungen („Lessons Learned“) und Ableitungen
- Typische Eskalationsmuster und Entscheidungsfehler | Frühindikatoren und Warnsignale in realen Fällen | Erfolgsfaktoren im Umgang mit Erpressungslagen | Ableitung konkreter Präventions- und Reaktionsmaßnahmen
- 15:00 Uhr
- Kaffeepause
- 15:25 Uhr
- Krisenmanagement bei Hochrisikolagen
- Einbindung von Erpressungslagen und Auslandsentführungen in bestehende Krisenmanagementstrukturen | Entscheidungsfindung unter Zeitdruck und Unsicherheit | Kommunikationsstrategie intern, extern und gegenüber Behörden | Einbindung externer Experten (Krisenberater, Verhandler, IT-Forensiker) | Maßnahmen zum Selbstschutz der Schutzperson bei unmittelbarer Bedrohung | Reaktionsfähigkeit trotz behördlicher Prozesse sicherstellen
- 16:45 Uhr
- Zusammenfassung/Klärung offener Fragen
- 17:00 Uhr
- Ende des ersten Veranstaltungstages
- Anschließend gemeinsames Abendessen | Die SIMEDIA Akademie lädt zum gemütlichen Austausch und Netzwerken ein
Zweiter Veranstaltungstag
- OSINT im Executive Protection
- 09:00 Uhr
- OSINT & OPSEC im Personenschutz
- Rolle von OSINT im Executive Protection | Intelligence Cycle: Informationsbedarf → Erhebung → Analyse → Bewertung → Reporting | OSINT vs. „Google-Suche“ | OPSEC aus Sicht von Schutzperson und Schutzteam | Welche Informationen sollte ein Angreifer nicht kennen?
-
Referent(en)
Schwerdtner, Robert
- 09:30 Uhr
- Der digitale Fußabdruck der Schutzperson
- Digital Footprint des Vorstandsvorsitzenden | Social Media, Unternehmenswebseiten, Presse, Register, Bilder/Videos und Angehörige | Routinen, Interessen, Aufenthaltsorte und Beziehungen | GEOINT-/Bildanalyse | Perspektivwechsel: Was könnte ein potenzieller Angreifer aus offenen Quellen ableiten? | Ableitung erster Schutzmaßnahmen
- 10:30 Uhr
- Kaffeepause
- 11:00 Uhr
- Reisevorbereitung I – OSINT-Lagebild Mexiko
- Vom Informationsbedarf zur Recherche | Country Risk vs. konkrete Reisesituation | Politische Lage, Kriminalität, Proteste, Entführung, organisierte Kriminalität, Naturereignisse und Infrastruktur | Bewertung von Quellen | Aktualität, Validität und Relevanz
- 11:45 Uhr
- Reisevorbereitung II – Critical Locations & GEOINT
- Vom Land zur konkreten Location | Flughafen, Hotel, Veranstaltungsort und Fahrtstrecken | Kartendienste, Satellitenbilder, Street-Level-Informationen und Social Media | Identifikation kritischer Orte und möglicher Choke Points | Umfeldanalyse | praktische Kurzrecherche am Mexiko-Szenario
- 12:30 Uhr
- Mittagspause
- 13:30 Uhr
- Manuelle vs. toolgestützte OSINT-Recherche
- Was kann ein Analyst manuell leisten? | Suchmaschinen, Social Media, Karten-/Geodaten und offene Quellen | Monitoring- und OSINT-Plattformen | Automatisierung und KI-Unterstützung | Stärken und Grenzen von Tools | Verifikation statt „Tool sagt Risiko“
- 14:15 Uhr
- Quellen, Strukturierung und Bewertung
- Aufbau eines strukturierten Lagebildes | Quellenkategorien und Quellenqualität | Fakten vs. Einschätzungen | Confidence Levels | Ereignis – Indikator – Risiko | Priorisierung für den Personenschutz | Welche Informationen sind für das Schutzteam tatsächlich handlungsrelevant?
- 15:00 Uhr
- Kaffeepause
- 15:30 Uhr
- Vom Lagebild zum Reporting
- Unterschied Analysebericht vs. Executive Summary | adressatengerechtes Reporting | Risk Rating | Key Findings | Auswirkungen auf die Reise | Handlungsempfehlungen | Aufbau eines Travel Risk Summary / Onepagers
- 16:00 Uhr
- Planspiel: Vorstandvorsitzender reist nach Mexiko
- Gruppenarbeit: Rechercheergebnisse auswerten und verdichten | Risiken priorisieren | kritische Locations identifizieren | Digital Footprint berücksichtigen | Maßnahmen für Schutzperson und Schutzteam ableiten | Erstellung eines Travel Risk Summary auf einer Seite
- 16:40 Uhr
- Präsentation, Vergleich & Lessons Learned
- Vorstellung der Risk Summaries | Vergleich unterschiedlicher Bewertungen | Diskussion: Welche Informationen haben tatsächlich Einfluss auf die Schutzplanung? | zentrale Takeaways des Tages
- 17:00 Uhr
- Ende des zweiten Veranstaltungstages
- Anschließend gemeinsames Abendessen | Die SIMEDIA Akademie lädt zum gemütlichen Austausch und Netzwerken ein
Dritter Veranstaltungstag
- Psychologische Krisenbewältigung und Kommunikation in kritischen Situationen/ Rechtliche Besonderheiten- Strafbarkeit und Haftung
- 08:30 Uhr
- Rechtliche Besonderheiten – Strafbarkeit und Haftung (Teil I)
- Strafrechtliche Risiken | haftungsrelevante Fehlerquellen | einschlägige Rechtfertigungsgründe (u. a. Notwehr/Nothilfe) | waffenrechtliche Vorgaben beim Führen und Einsetzen von Waffen | Reale Einsatzsituationen und Praxisfälle: Analyse typischer Szenarien, Juristische Einordnung, Aufzeigen klarer, anwendungsorientierter Regeln
-
Referent(en)
Bayer, Alexander
- 10:00 Uhr
- Kaffeepause
- 10:30 Uhr
- Rechtliche Besonderheiten – Strafbarkeit und Haftung (Teil II)
- Strafrechtliche und haftungsrechtliche Folgen für Führungs- und Fachkräfte | Leitlinien für rechtssicheres Verhalten | Anforderungen an behördliche Genehmigungen für bestimmte Schutzmaßnahmen
- 11:45 Uhr
- Mittagspause
- 12:45 Uhr
- Psychologische Krisenbewältigung
- Motive und Verhalten von Gewalttätern | Wie können Täter im Hinblick auf ihr Verhalten und ihre Motive analysiert werden? | Was ist im Verlauf von Straftaten zu berücksichtigen? | Welche Konsequenzen ergeben sich daraus für Interventionskräfte und Opfer?
-
Referent(en)
Dr. Weber, Günter W.
- 15:45 Uhr
- Kurze Pause
- 16:00 Uhr
- Zertifikatsprüfung zum Executive Protection Professional
- 17:00 Uhr
- Ende des Zertifikatslehrgangs
Bédé, Axel
Dipl.-Verwaltungswirt, Berater im Security-Bereich – Schwerpunkt Notfall- und Krisenmanagement: Implementierung, Optimierung, Trainings und Übungen. Dozent an der Frankfurt School of Finance & Management sowie Autor von Büchern und Veröffentlichungen zum Thema Notfall- und Krisenmanagement. Hauptberuflich Leitender Kriminaldirektor im Landeskriminalamt Berlin. Verwendung in unterschiedlichen Führungspositionen der Berliner Kriminalpolizei.
Schwerdtner, Robert
Erfahrener Experte im Bereich Sicherheit, Krisenmanagement und digitale Geschäftsmodelle. Seinen beruflichen Einstieg hatte Robert Schwerdtner als Experte für Notfall- und Krisenmanagement der Deutschen Telekom AG. Von hieraus wechselte er zur Tochter, der rola Security Solutions GmbH, wo er einige Jahre als Leiter Innovationsmanagement tätig war und nun seit zwei Jahren als Leiter das Themengebiet Solution Design verantwortet und begleitet Nationale und Internationale Sicherheitsbehörden auf ihrer Reise durch die Intelligence Analytics, OSINT und KI Welten.
Bayer, Alexander
Oberstaatsanwalt in Duisburg, Leiter Abteilung für allgemeine Straftaten und Strafverfahren gegen und zum Nachteil von Polizeibeamten. Zuvor viele Jahre bei der Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf in der Zentralstelle für Terrorismusverfolgung sowie bei der Staatsanwaltschaft Duisburg in der Abteilung für Tötungs- und Branddelikte und Abteilung für allgemeine Straftaten und organisierte Kriminalität tätig. Er war Dozent beim Landesamt für Ausbildung und Fortbildung der Polizei NRW und bei Ordnungsbehörden.
Dr. Weber, Günter W.
Geschäftsführender Gesellschafter des Instituts für Konfliktforschung und Krisenberatung. Er berät seit über 25 Jahren Unternehmen, exponierte Familien und Behörden rund um die Themen Gefährdungsanalyse als Resultat von Bedrohungsbild und Schutzmaßnahmen, Aufbau von Sicherheitsorganisationen, Einrichtung und Training von Krisenstäben, Begleitung bei Krisenfällen im In- und Ausland, Entwicklung und Gestaltung wirkungsvoller Krisenkommunikation, Training von sicherheitsbewusstem Verhalten für Schutzpersonen (insbesondere auch Familien mit Kindern), Auswahl von qualifizierten Sicherheitskräften über validierte psychologische Verfahren. Seit 2015 hat er einen Lehrauftrag am Lehrstuhl für Psychologie an der Technischen Universität München (TUM).
Referenten
Referent(en)
-
Bayer, AlexanderOberstaatsanwalt in Duisburg, Leiter Abteilung für allgemeine Straftaten und Strafverfahren gegen und zum Nachteil von Polizeibeamten. Zuvor viele Jahre bei der Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf in der Zentralstelle für Terrorismusverfolgung sowie bei der Staatsanwaltschaft Duisburg in der Abteilung für Tötungs- und Branddelikte und Abteilung für allgemeine Straftaten und organisierte Kriminalität tätig. Er war Dozent beim Landesamt für Ausbildung und Fortbildung der Polizei NRW und bei Ordnungsbehörden.
-
Bédé, AxelDipl.-Verwaltungswirt, Berater im Security-Bereich – Schwerpunkt Notfall- und Krisenmanagement: Implementierung, Optimierung, Trainings und Übungen. Dozent an der Frankfurt School of Finance & Management sowie Autor von Büchern und Veröffentlichungen zum Thema Notfall- und Krisenmanagement. Hauptberuflich Leitender Kriminaldirektor im Landeskriminalamt Berlin. Verwendung in unterschiedlichen Führungspositionen der Berliner Kriminalpolizei.
-
Dr. Weber, Günter W.Geschäftsführender Gesellschafter des Instituts für Konfliktforschung und Krisenberatung. Er berät seit über 25 Jahren Unternehmen, exponierte Familien und Behörden rund um die Themen Gefährdungsanalyse als Resultat von Bedrohungsbild und Schutzmaßnahmen, Aufbau von Sicherheitsorganisationen, Einrichtung und Training von Krisenstäben, Begleitung bei Krisenfällen im In- und Ausland, Entwicklung und Gestaltung wirkungsvoller Krisenkommunikation, Training von sicherheitsbewusstem Verhalten für Schutzpersonen (insbesondere auch Familien mit Kindern), Auswahl von qualifizierten Sicherheitskräften über validierte psychologische Verfahren. Seit 2015 hat er einen Lehrauftrag am Lehrstuhl für Psychologie an der Technischen Universität München (TUM).
-
Kunze, SteffenSeit 18 Jahren als Koordinator Personen- und Familiensicherheit für den Schutz von Führungskräften und Familienangehörigen verantwortlich. Zuvor war er als Senior Consultant und Operation Manager bei einer internationalen Krisenberatung für ein Family Security Projekt aktiv. Seine Karriere begann bei einer marktführenden Sicherheitsberatung, wo er zuletzt als Team Lead Executive Protection für das Board of Management eines DAX-Konzerns zuständig war. Er verfügt über einen mehrjährigen militärischen Hintergrund. Steffen Kunze kann auf eine umfassende Erfahrung in den Bereichen Personenschutz, Vorstandssicherheit, Family Security, Risikoanalyse, strategisches und operatives Sicherheitsmanagement verweisen.
-
Schwerdtner, RobertErfahrener Experte im Bereich Sicherheit, Krisenmanagement und digitale Geschäftsmodelle. Seinen beruflichen Einstieg hatte Robert Schwerdtner als Experte für Notfall- und Krisenmanagement der Deutschen Telekom AG. Von hieraus wechselte er zur Tochter, der rola Security Solutions GmbH, wo er einige Jahre als Leiter Innovationsmanagement tätig war und nun seit zwei Jahren als Leiter das Themengebiet Solution Design verantwortet und begleitet Nationale und Internationale Sicherheitsbehörden auf ihrer Reise durch die Intelligence Analytics, OSINT und KI Welten.
Zielgruppe
Personenschützer, Sicherheitsmanager und Sicherheitsbeauftragte, Risikomanager, Mitarbeitende in Corporate Security‑Abteilungen, Personenschutzverantwortliche, Sicherheitsmanager, Krisenmanager und Risk‑Manager, Mitarbeitende externer Sicherheitsdienstleister, Berater, Analysten und Spezialisten sowie Angehörige von Family Offices, Unternehmerfamilien und Private Offices.
Anmeldung
-
Veranstaltungsort
Dieser Lehrgang findet im Dorint Hotel, Berliner Freiheit 2, 53111 Bonn statt. Wir haben für Sie im Veranstaltungshotel bis 4 Wochen vor Veranstaltungsbeginn ein begrenztes Zimmerkontingent zu ermäßigten Preisen reserviert. Bitte buchen Sie direkt beim Hotel und nennen Sie das Stichwort "SIMEDIA".
-
Kosten
Die Teilnahmegebühren betragen für Modul 1 und Modul 2 jeweils 2.450,– €, Komplettpreis 4.900,- €. Für Abonnenten des »Sicherheits-Berater« reduziert sich der Preis um 5%. Der Preis versteht sich zuzüglich Mehrwertsteuer. Darin enthalten sind folgende Leistungen: Dokumentation zum Download, Teilnahmebescheinigung, Mittagessen, Erfrischungen und Pausenverpflegung sowie das gemeinsame Abendessen zwischen zwei gebuchten Veranstaltungstagen.





