Bedrohungslagen durch Extremisten und Aktivisten
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Geopolitische Ereignisse bleiben längst nicht mehr auf die eigentlichen Schauplätze beschränkt. Vielmehr zeigen jüngere Entwicklungen, dass Begleiterscheinungen exportiert werden. So führt beispielsweise die jüngste Eskalation rund um die Lage im Iran zu Protestkundgebungen und Bedrohungssituationen in Europa und auch in Deutschland. Die Sicherheitsbehörden sprechen in diesem Zusammenhang erwartungsgemäß von einer „hohen abstrakten Gefährdung“ – und hierdurch wird das Dilemma deutlich: Es ist denkbar, dass es zu konkreten Bedrohungssituationen und Gewalttaten kommt, doch die zentralen Fragen wann, wo und wie lassen sich nicht konkret beantworten.
Doch nicht nur geopolitische Themen wirken sich auf die Sicherheitslage von Unternehmen und Organisationen aus. Vielmehr bestehen die bekannten Bedrohungsszenarien und Gefährdungspotenziale aus den Bereichen Links- und Rechtsextremismus nicht nur weiter, sondern nehmen zu. Hinzu kommt, dass an sich legitime Proteste von Globalisierungsgegnern, Klimaaktivisten, Rüstungsgegnern, Anti-Woke-Bewegungen allein aufgrund der Zielsetzung, Aufmerksamkeit herzustellen, zu betrieblichen Einschränkungen, Sachbeschädigungen, gravierenden Ausfällen oder zu konkreten Bedrohungsszenarien führen. Sabotageaktionen von so genannten Proxys kommen ebenso hinzu wie in Einzelfällen Angriffe auf Person Teil des Bedrohungsspektrums sind.
Die Unternehmenssicherheit muss heute mehr denn je einen 360 Grad-Blick auf mögliche Ereignisse und Folgen haben. Dabei sind die Bedrohungsszenarien nicht neu, sie werden aber komplexer. Daher müssen sich Unternehmen im Rahmen ihres Sicherheitsmanagements mit diesen unterschiedlichen Bedrohungsszenarien beschäftigen und bereits im Vorfeld definieren, welche Risiken drohen, welche Maßnahmen sie ergreifen und welche Absprachen mit den Behörden sinnvoll sind.
Das Seminar bietet eine einführende Übersicht zur aktuellen Gefährdungslage, beschreibt, wie eine Risikobetrachtung vorgenommen werden kann, welche Angriffsziele aus Tätersicht relevant sein können und wie der Modus Operandi aussieht und welche Vorbereitungsmaßnahmen und Sicherheitsmaßnahmen daraus resultierend sinnvoll sind.
Den Abschluss des Seminars bildet die Analyse ausgewählter Praxisfälle. Anhand dokumentierter Vorfälle aus dem Unternehmensumfeld werden Bedrohungsdynamiken durch extremistische und aktivistische Akteure untersucht sowie die Wirksamkeit unterschiedlicher Präventions-, Schutz- und Interventionsmaßnahmen bewertet. Die Fallanalysen vermitteln Erkenntnisse zu Krisenverläufen, Entscheidungsprozessen und den Anforderungen an ein professionelles Krisenmanagement.
Agenda
Stündlicher Zeitplan
Donnerstag, 12. November
- 09:00 Uhr
- Moderne Bedrohungslagen: Analyse, Prävention und Reaktion
- aktuelles Bedrohungspotenzial | Bedrohungs- und Szenarioanalyse aus Täterperspektive: Angriffsvektoren & Modus Operandi | Lagebild & Frühwarnung / Zusammenarbeit mit Behörden | Alarmierungs-/Sicherheitsstufenkonzept | Organisation & Zuständigkeiten | Rechtlicher Rahmen | (z. B. Versammlungsrecht, Hausrecht, Datenschutz, Befugnisse privater Sicherheitsdienste etc.) | Handlungsvorgaben in einer akuten Situation | (u. a. Verhalten, operative Maßnahmen, Objektschutz) | Risikobewertung von Umfeldgefahren und konkreten Angriffen | Notfallpläne, Sicherheitskonzepte und Maßnahmen für derartige Lagen | Lockdown & Shutdown als Ansätze
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Referent(en)
Hiermann, Torsten_2
- 13:00 Uhr
- Praxisfälle der Unternehmenssicherheit im Kontext extremistischer und aktivistischer Bedrohungen
- Aktuelle Bedrohungslagen und Entwicklungen | Erfahrungsberichte aus realen Sicherheitsvorfällen | Bewährte Präventions- und Schutzkonzepte | Professionelle Krisenbewältigung unter Zeitdruck | Kommunikation und Entscheidungsfindung im Krisenfall | Übertragbare Best Practices für Unternehmen und Organisationen
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Referent(en)
Vincke, Julia
- 14:00 Uhr
- Fragen und Diskussion
- 14:30 Uhr
- Ende der Veranstaltung
Referenten
Referent(en)
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Vincke, JuliaBis Ende 2025 Vice President Security bei BASF, Kriminologin und Polizeihauptkommissarin a. D. In den letzten 25 Jahren sammelte sie umfassende Erfahrungen in verschiedenen Führungsfunktionen innerhalb der niedersächsischen Polizei, bei Auslandseinsätzen sowie in mehreren Wirtschaftsunternehmen. Im Jahr 2012 arbeitete sie für das German Police Project Team (GPPT) in Afghanistan, 2014 für die European Union Border Management Assistance Mission (EUBAM Libya) in Libyen. Ihr besonderer Fokus liegt auf den Themenschwerpunkten Geopolitik, öffentliche Sicherheit, internationale Sicherheit, Sicherheitsstrategien und Krisenmanagement. Sie ist zudem Autorin, Sprecherin und Referentin zu Sicherheitsthemen, insbesondere zu Frauen in der Sicherheit.
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Hiermann, Torsten_2Er unterstützt mit der auf Krisenmanagement und Unternehmenssicherheit spezialisierten Beratungskanzlei CriseConsult Unternehmen, Behörden und Regierungsinstitutionen und Sicherheitsdienstleister. Die operative Tätigkeit für “TaktikTraining”, dem Kompetenzzentrum von CriseConsult für Trainings in sicherheitsrelevanten Themenfeldern, steht darüber hinaus für praxis- und einsatzerprobte Erfahrungen und Sichtweisen.
Zielgruppe
Sicherheitsverantwortliche, Krisen‑, Risiko- und Notfallmanager:innen, Mitarbeitende im Bereich Unternehmenssicherheit, Facility Management, öffentlicher Dienst und Kritische Infrastrukturen.
Anmeldung
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Veranstaltungsort
Dieses Seminar findet Online über Teams statt. Den Link für die Teilnahme an diesem Onlineevent erhalten Sie drei Tage vor der Veranstaltung.
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Kosten
Die Teilnahmegebühr für diese Veranstaltung beträgt € 550,-. Für Abonnenten des »Sicherheits-Berater« reduziert sich der Preis um 5%. Der Preis versteht sich zuzüglich Mehrwertsteuer. Darin enthalten sind folgende Leistungen: Dokumentation zum Download, Teilnahmebescheinigung.




