Gefährdungslagen durch Extremisten und Aktivisten – Modul 7 von 7
Handlungsoptionen für die Unternehmenssicherheit | Modul 7 von 7 der Zertifikatslehrgangsreihe zum „Threat Prevention Manager“
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Die Unternehmenssicherheit benötigt heute mehr denn je einen ganzheitlichen Blick auf mögliche Ereignisse und deren Folgen. Viele Bedrohungsszenarien sind nicht neu, werden jedoch zunehmend komplexer. Gleichzeitig verändert sich das Spektrum aktivistischer Aktionsformen, während die Grenzen zwischen legitimem Protest, rechtswidrigen Aktionen und extremistischem Handeln teilweise schwerer zu bestimmen sind.
Blockaden und Protestaktionen, Farbattacken, professionell vorbereitete Sabotageakte oder gezielte Aktionen gegen Personen: Unternehmen müssen sich im Rahmen ihres Sicherheitsmanagements mit sehr unterschiedlichen Szenarien auseinandersetzen. Bereits im Vorfeld gilt es zu klären, welche Risiken bestehen, welche Präventions- und Reaktionsmaßnahmen erforderlich sind und welche Abstimmungen mit den zuständigen Behörden sinnvoll erscheinen.
Auch die Auswirkungen geopolitischer Konflikte bleiben längst nicht mehr auf deren unmittelbare Schauplätze begrenzt. Jüngere Entwicklungen zeigen, dass Proteste, Spannungen und Bedrohungslagen “importiert” werden. So lösen Eskalationen im Nahen und Mittleren Osten beispielsweise Protestkundgebungen oder konkrete Bedrohungssituationen in Europa und Deutschland aus.
Sicherheitsbehörden sprechen in solchen Zusammenhängen häufig von einer „hohen abstrakten Gefährdung“. Darin zeigt sich ein zentrales Dilemma der Sicherheitsplanung: Konkrete Bedrohungssituationen oder Gewalttaten erscheinen grundsätzlich möglich, doch Zeitpunkt, Ort und Vorgehensweise lassen sich oftmals nicht verlässlich vorhersagen.
Neben geopolitischen Entwicklungen prägen weiterhin extremistische und politisch motivierte Bedrohungen die Sicherheitslage von Unternehmen und Organisationen. Dazu zählen insbesondere Gefährdungen aus dem links- und rechtsextremistischen Spektrum. Auch grundsätzlich legitime Protestbewegungen – etwa aus den Bereichen Globalisierungskritik, Klima- oder Friedensaktivismus sowie gesellschaftspolitische Gegenbewegungen – können mit Aktionsformen einhergehen, die betriebliche Abläufe beeinträchtigen. Je nach Vorgehensweise kann es zu Blockaden, Sachbeschädigungen, erheblichen Betriebsausfällen oder Bedrohungen von Beschäftigten kommen. Zum erweiterten Bedrohungsspektrum gehören außerdem Sabotageakte durch sogenannte Proxys sowie in Einzelfällen gezielte Angriffe auf Personen.
Das Seminar vermittelt einen einführenden Überblick über die aktuelle Gefährdungslage. Die Teilnehmenden erfahren, wie Risiken strukturiert bewertet werden können, welche Angriffsziele aus Tätersicht relevant sein können und welche Vorgehensweisen zu beobachten sind. Darauf aufbauend werden geeignete Präventions-, Vorbereitungs- und Schutzmaßnahmen sowie Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit Sicherheitsbehörden behandelt. Anhand dokumentierter Vorfälle aus dem Unternehmensumfeld werden Bedrohungsdynamiken durch extremistische und aktivistische Akteure untersucht sowie die Wirksamkeit unterschiedlicher Präventions-, Schutz- und Interventionsmaßnahmen bewertet. Fallanalysen vermitteln Erkenntnisse zu Krisenverläufen, Entscheidungsprozessen und den Anforderungen an ein professionelles Sicherheits- und Krisenmanagement.
Das Seminar kann einzeln sowie als Baustein der Zertifikatslehrgangsreihe zum „Threat Prevention Manager“ gebucht werden.
Agenda
Stündlicher Zeitplan
Donnerstag, 12. November 2026
- 09:00 Uhr
- Begrüßung und Einführung in die Veranstaltung
- Nadine Halberkann von der SIMEDIA Akademie und Torsten Hiermann
- 09:15 Uhr
- Moderne Bedrohungslagen: Analyse, Prävention und Reaktion
- Sktuelles Bedrohungspotenzial | Bedrohungs- und Szenarioanalyse aus Täterperspektive: Angriffsvektoren & Modus Operandi | Lagebild & Frühwarnung / Zusammenarbeit mit Behörden | Alarmierungs-/Sicherheitsstufenkonzept | Organisation & Zuständigkeiten | Rechtlicher Rahmen | (z. B. Versammlungsrecht, Hausrecht, Datenschutz, Befugnisse privater Sicherheitsdienste etc.) | Handlungsvorgaben in einer akuten Situation | (u. a. Verhalten, operative Maßnahmen, Objektschutz) | Risikobewertung von Umfeldgefahren und konkreten Angriffen | Notfallpläne, Sicherheitskonzepte und Maßnahmen für derartige Lagen | Lockdown & Shutdown als Ansätze
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Referent(en)
- 10:15 Uhr
- Kaffeepause
- 10:30 Uhr
- Moderne Bedrohungslagen: Analyse, Prävention und Reaktion/2
- 11:30 Uhr
- Kaffeepause
- 11:45 Uhr
- Moderne Bedrohungslagen: Analyse, Prävention und Reaktion/3
- 13:00 Uhr
- Kurze Pause
- 13:15 Uhr
- Praxisfälle der Unternehmenssicherheit im Kontext extremistischer und aktivistischer Bedrohungen
- Aktuelle Bedrohungslagen und Entwicklungen | Erfahrungsberichte aus realen Sicherheitsvorfällen | Bewährte Präventions- und Schutzkonzepte | Professionelle Krisenbewältigung unter Zeitdruck | Kommunikation und Entscheidungsfindung im Krisenfall | Übertragbare Best Practices für Unternehmen und Organisationen
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Referent(en)
Vincke, Julia
- 14:30 Uhr
- Fragen & Diskussion
- 14:30 Uhr
- Ende der Veranstaltung
Vincke, Julia
Bis Ende 2025 Vice President Security bei BASF, Kriminologin und Polizeihauptkommissarin a. D. In den letzten 25 Jahren sammelte sie umfassende Erfahrungen in verschiedenen Führungsfunktionen innerhalb der niedersächsischen Polizei, bei Auslandseinsätzen sowie in mehreren Wirtschaftsunternehmen. Im Jahr 2012 arbeitete sie für das German Police Project Team (GPPT) in Afghanistan, 2014 für die European Union Border Management Assistance Mission (EUBAM Libya) in Libyen. Ihr besonderer Fokus liegt auf den Themenschwerpunkten Geopolitik, öffentliche Sicherheit, internationale Sicherheit, Sicherheitsstrategien und Krisenmanagement. Sie ist zudem Autorin, Sprecherin und Referentin zu Sicherheitsthemen, insbesondere zu Frauen in der Sicherheit.
Referenten
Referent
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Vincke, JuliaBis Ende 2025 Vice President Security bei BASF, Kriminologin und Polizeihauptkommissarin a. D. In den letzten 25 Jahren sammelte sie umfassende Erfahrungen in verschiedenen Führungsfunktionen innerhalb der niedersächsischen Polizei, bei Auslandseinsätzen sowie in mehreren Wirtschaftsunternehmen. Im Jahr 2012 arbeitete sie für das German Police Project Team (GPPT) in Afghanistan, 2014 für die European Union Border Management Assistance Mission (EUBAM Libya) in Libyen. Ihr besonderer Fokus liegt auf den Themenschwerpunkten Geopolitik, öffentliche Sicherheit, internationale Sicherheit, Sicherheitsstrategien und Krisenmanagement. Sie ist zudem Autorin, Sprecherin und Referentin zu Sicherheitsthemen, insbesondere zu Frauen in der Sicherheit.
Zielgruppe
Sicherheitsverantwortliche, Krisen‑, Risiko- und Notfallmanager:innen, Mitarbeitende im Bereich Unternehmenssicherheit, Facility Management, öffentlicher Dienst und Kritische Infrastrukturen.
Anmeldung
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Veranstaltungsort
Dieses Lehrgangsmodul findet Online über Teams statt. Den Link für die Teilnahme an diesem Onlineevent erhalten Sie drei Tage vor der Veranstaltung.
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Kosten
Die Teilnahmegebühr für dieses Lehrgangsmodul beträgt € 550,-. Für Abonnenten des »Sicherheits-Berater« reduziert sich der Preis um 5%. Der Preis versteht sich zuzüglich Mehrwertsteuer. Darin enthalten sind folgende Leistungen: Dokumentation zum Download, Teilnahmebescheinigung.






