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Radikalisierungsprozesse erkennen, einschätzen, unterbrechen!

Der Ausruf des sogenannten Islamischen Staates, vermehrte Reisebewegungen in Richtung Syrien und den Irak, die jüngsten Anschläge in westlichen Ländern aus dem islamistischen wie rechtsextremen Spektrum – Das Thema „Früherkennung von Radikalisierungsprozessen“ gewinnt nicht nur bei Sicherheitsbehörden an Priorität!

 

Auch in Unternehmen und Institutionen, in denen Menschen mit den verschiedensten Erfahrungen, Biografien und kulturellen Hintergründen zusammenkommen, gilt es ein Klima der Achtsamkeit für mögliche Krisenverläufe zu schaffen. Die Prävention von Radikalisierungstendenzen und Handlungssicherheit der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Ereignisfall muss nachhaltig gestärkt werden.

 

Verlässliche Persönlichkeits- oder Sozialprofile jener Menschen, die sich radikalisieren, lassen sich bislang nicht erkennen. Ihr verbindendes Element ist vielmehr ein diffuses und höchst subjektiv gefärbtes Erleben persönlicher Missstände, in denen extremistische Botschaften und Radikalisierungsprozesse einen Anknüpfungspunkt finden. Hier bildet sich auch ein Rekrutierungspool nicht nur für islamistische Organisation sondern auch andere Gruppierungen wie etwa den Osmanen Germania oder deutschen rechtsextremen Gruppen.

 

Trotz der Vielfältigkeit biografischer Wege in den Extremismus fällt auf, dass terroristische Gewalt sowie islamistisch motivierte Ausreisen immer den Endpunkt eines Entwicklungsprozesses darstellen, der durch charakteristische Merkmale im Verhalten und in der Kommunikation der späteren Täter begleitet wird. Hier kann Prävention ansetzen!

 

Das SIMEDIA-Seminar fokussiert fallbezogen den Verlauf von Radikalisierungsdynamiken mit einem besonderen Blick auf die Prävention, Früherkennung und Intervention solcher Prozesse. Das Erkennen, Einschätzen und Entschärfen von Radikalisierungsprozessen setzt eine breite Sensibilisierung sowie die Netzwerkarbeit zwischen verschiedenen Akteuren voraus.

 

Wie eine solche Zusammenarbeit aussehen kann, wird Nils Böckler in dieser Veranstaltung anhand zahlreicher Fallbeschreibungen ebenso beleuchten, wie die Instrumente, die Sicherheitsverantwortlichen dabei zur Verfügung stehen.

 

 

Zielgruppe:
Das Seminar richtet sich an Mitarbeiter von Unternehmen, Behörden und Hochschulen aus den Bereichen Sicherheit, Personal, Recht, Verwaltung, Kommunikation sowie Betriebsräte, Ausbilder und weitere Verantwortliche, die mit den Themen Prävention und Gewalt am Arbeitsplatz konfrontiert sind.