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05.02.2020 - 06.02.2020

in Hamburg


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Agenda

6. Jahresforum "Sicherheit im Ausland" 
 

 

Veranstaltungsdauer: 2 Tage

 

Beginn der Veranstaltung: 9:00 Uhr 

 

Moderation:
P. Stürmann, VON ZUR MÜHLEN‘SCHE GmbH, BdSI

 

 

 

 

ERSTER VERANSTALTUNGSTAG

 

 

Begrüßung und Einführung in die Veranstaltung

 

 

 

WELTUMFASSENDE ZEITENWENDE - DIE NEUE GLOBALE 'UNÜBERSICHTLICHKEIT'

  

Weltordnung vor dem Zerfall? Geopolitische Achsenverschiebungen und erodierende globale u. regionale Ordnungsstrukturen als Herausforderung für Wirtschaft, Politik und Unternehmenssicherheit 

Prof. em. Dr. G. Schmid, ehem. Prof. für Internationale Politik u. Sicherheit

 

  • Erosion der bestehenden regelbasierten liberalen Weltordnung, deren wesentliche Bestandteile von CHN, RUS u. USA in Frage gestellt werden
  • Langsamer Abschied vom sog. "amerikanischen Zeitalter": USA fallen als globaler Ordnungsfaktor aus 
  • Rückkehr der "Bipolarität": China und die USA im verschärften globalen Systemwettbewerb und Machtkampf um die technologische, geostrategische und politische Vorherrschaft im 21. Jahrhundert - und Europa mittendrin
  • Deutschlands erfolgreiches exportorientiertes Wirtschaftsmodell in der Zange zwischen aggressiver chinesischer Industriepolitik ("Made in China 2025") und hartem US-Protektionismus
  • Zunehmende Stabilitätsgefährdungen durch innenpolitische Polarisierungstendenzen und gesellschaftliche Bruchlinien in westlichen Demokratien (mit der Folge einer Schwächung der Volksparteien)
  • Neue globale "Unübersichtlichkeit" im 21. Jahrhundert: Nebeneinander verschiedener konkurrierender Ordnungen ("variable Geometrie"). Machtpolitische Akteure CHN, RUS und USA zugleich Partner, Wettbewerber und systemisch-ideologische Gegner ("frenemies"). Folge: Wechselnde themen-spezifische Allianzen und Ad hoc-Koalitionen
  • Herausforderungen für die Unternehmenssicherheit

 

 

EIN TERRORANSCHLAG UND DIE FOLGEN

 

Terroranschlag in Kabul: Erfahrungsbericht eines betroffenen Unternehmens – Erkenntnisse und Konsequenzen  
M. Wagner, GIZ GmbH

 

  • Ablauf des Anschlages im September 2019
  • Reaktionsmaßnahmen und Evakuierung der Mitarbeiter
  • Sicherheitslage in Afghanistan nach dem Anschlag
  • Review und Anpassung der Sicherheitsmaßnahmen für das Büro, die lokalen Mitarbeiter sowie Geschäftsreisende
  • Aus dem Vorfall Nutzen ziehen:

    • Sensibilisierung für die Notwendigkeit eines lokalen Krisenmanagements
    • Durchführung von Krisenmanagement-Workshops weltweit

 

 

Kaffeepause

 

 

PUERTO RICO HURRICANE; NAIROBI ACTIVE SHOOTER UND WEITERE VORFÄLLE MIT WEITREICHENDEN AUSWIRKUNGEN

 

Neugestaltung des globalen Krisenmanagements – Erfahrungen aus der Praxis

H. Grasser, Medtronic

 

  • Erfahrungsbericht eines Projektes zur Neuauflage des Krisenmanagement-Programms bei Medtronic
  • Immer wieder die gleichen Probleme und scheinbar einfache Lösungen
  • Theorie vs. Praxis – auf was es wirklich ankommt
  • Lessons Learned von Puerto Rico Hurricane, Nairobi Active Shooter und weiteren Vorfällen

 

 

HOTELS ALS BEVORZUGTE ANSCHLAGSORTE MIT HOHEN OPFERZAHLEN

  

Sichere Hotels - Einbindung in das Sicherheitskonzept und Möglichkeiten zur Auswahl sicherer Hotels aus den Perspektiven einer Corporate Security, eines Hotel Managers, eines Beraters 

D. Weitemeyer, R+V Versicherung AG / R. A. Rühl, Result Group

 

  • Hotelsicherheit im Kontext der Reise- und Auslandstätigkeit
  • Möglichkeiten zur Auswahl sicherer Hotels
  • Hotelaudits – Prüffelder und Prüfpunkte
  • Aussagekraft von Siegeln und Zertifikaten
  • Hotelzimmer-Check durch die Reisenden

 

 

Mittagspause

 

 

OPTIMIERUNG EINES ABTEILUNGSÜBERGREIFENDEN TRM-SYSTEMS 

 

Prämierter digitaler und DSGVO-konformer Travel Risk Management Prozess
S. Öncer, ABB Germany, Austria, Slovenia

 

  • Prämierter digitaler Reiserisikoprozess in 9 Schritten
  • Travel Tracker Tool: Herausforderungen bei täglich tausenden von Reisenden
  • Compliance bei der DSGVO als Qualitätsmerkmal
  • Vorteile einer globalen Versicherungsabdeckung
  • Grenzen des Travel Risk Management Prozesses und daraus resultierende Fallbeispiele

    • Schwierigkeiten bei post Buchungsgenehmigung oder bei kurzfristigen Buchungen
    • Handling persönlicher Erinnerungsmails durch das Global Security Operations Center
    • Probleme bei dem Reisegenehmigungsformular: keine Tick Box Übung

 

 

SCHNELLER UND BESSER AUSWERTEN DURCH DIGITALISIERUNG UND KI

 

Digitalisierungspotenziale in der Lageanalyse - Next Level of Strategic Foresight

J. Abresch, Deutsche Post DHL Group

 

  • Information-overflow reduzieren - KI-Potenziale in der Lageanalyse nutzen
  • Lageinformationen digitalisieren, indizieren und strukturiert auswerten
  • Effizienzgewinne durch Digitalisierungspotenziale heben

 

 

Kaffeepause 

 

 

ENTSCHEIDUNGSPROZESSE DER CORPORATE SECURITY BEI DER VERFOLGUNG VON GESCHÄFTSINTERESSEN

 

Go oder No Go? Re-Entry-Strategien für den Marktwiedereintritt in Hochrisikogebiete - Unterstützungsmöglichkeiten der Corporate Security

F. J. H. Polenz, Siemens AG

 

  • Alle Personen heil evakuiert - was nun?
  • New Entry vs. Re-Entry - Wie sollte die Zusammenarbeit innerhalb eines Unternehmens aussehen?
  • Remote vs. Local Intelligence - Wie komme ich zu einem aussagekräftigen Lagebild?
  • Entscheidungsmodell TESPA - Wie definiere ich Kriterien und Verantwortlichkeiten für ein Go/No Go?
  • Länderbeispiele Middle East - Was sollte eine Corporate Security Abteilung konkret tun?
  • Schlussfolgerungen und Diskussion - Wie machen Sie es?

 

 

Ende des ersten Veranstaltungstages: 17:15 Uhr

 

Anschließend: 1. "Besuch des Discovery Dock", 2. Hamburg von oben "Besuch der 37m hohen Elbphilharmonie-Plaza mit Rundgang, 3. gemeinsames Abendessen, Erfahrungsaustausch mit Kollegen

 

 


 

ZWEITER VERANSTALTUNGSTAG

 

 

 

GANZHEITLICHE SICHERHEITSBEWERTUNG BEI UND FÜR GESCHÄFTSTÄTIGKEITEN IM AUSLAND

 

Der Zukunft einen Schritt voraus – Szenarioanalytische Methode zur Lageeinschätzung und Entscheidungsfindung in Krisenzeiten 

Dr. K. Tsetsos, Universität der Bundeswehr, München / Sicyon Risk Consulting

 

  • Anwenderorientierte Ansätze für eine ganzheitliche Sicherheitsbewertung mit wissenschaftlichem Vorgehen und hoher methodischer Transparenz
  • Strategische Vorausschau (strategic foresight) durch szenarioanalytische Herangehensweise
  • Steigerung der Objektivität durch Dokumentation, Begründung und Reproduzierbarkeit
  • Identifikation von Problemfeldern, geeigneten Schlüsselfaktoren und Entwicklung von multiplen alternativen Zukünften
  • Faktorenbasierte Entwicklung von Best-, Probable und Worst-Case Szenarien
  • Ableitung von Handlungsempfehlungen für Entscheidungsträger
  • Ansätze zur Automation qualitativer Verfahren in der Szenarioanalyse

  

 

LEBENSRETTENDE MASSNAHMEN FÜR MITARBEITER IN UNSICHEREN LÄNDERN

 

Akzeptanzstrategie: die Schutzweste der Welthungerhilfe
J. Frei, Welthungerhilfe

 

  • Weltweit sind 70 Mio. Menschen auf der Flucht
  • Zahl attackierter NGO-Mitarbeiter/innen steigt
  • Der Brabantsche Sicherheits-Triangel
  • Türkei: Wie wurde das Land von Grün zu Orange?
  • Duty of Care für Welthungerhilfe-Angestellte
  • Schutzmaßnahmen für unsere Mitarbeiter/innen
  • Trainings sind lebensrettend!

  

 

Kaffeepause 

 

 

GLOBAL SECURITY POLICY UND LOKALE BZW. REGIONALE ERFORDERNISSE/LAGEBILD ZENTRALAMERIKA

 

Aufbau einer regionalen Sicherheitsstruktur – von der Bedarfserhebung bis zur Implementierung
T. Jehmlich, Abteilungsdirektor Sicherheitsmanagement, KfW Bankengruppe

 

  • Bedarfserhebung – eine mögliche Vorgehensweise
  • Interviews zur Lückenanalyse
  • Identifizierung von Bedarfen und Leistungspaketen
  • Aggregation der Bedarfe und Entwicklung einer möglichen Struktur für die Leistungserbringung
  • Implementierung einer regionalen Sicherheitsstruktur
  • Wie sehen Terms of Reference / Stellenprofil und Aufgaben aus?
  • Make or Buy Decision – Was sind die entscheidenden Faktoren?
  • Herausforderungen bei der operativen Umsetzung

 

 

Umsetzung in die Praxis: Regionaler Sicherheitsberater am Beispiel der Krisenregion Zentralamerika

K. Bechle, Referent Auslandssicherheit, KfW Bankengruppe

 

  • Lagebild Zentralamerika

    • Krisenregion Zentralamerika: Schwache Staatlichkeit und gesellschaftliche Konflikte
    • Drogenschmuggel und rivalisierende Jugendbanden als wesentliche Ursachen für das exorbitante Maß an Gewaltkriminalität
    • Unsicherheit, Armut und Perspektivlosigkeit treiben weite Bevölkerungsteile in die Migration

  • Herausforderungen für das Sicherheitsmanagement der KfW in der Region sowie bei der Etablierung des Regionalen Sicherheitsberaters

 

 

True or False? Situation assessment and decision-making in critical events in the age of fake news

J. Tinnerholm, Independent Threat Intelligence Specialist

 

  • What happens when we as individuals cannot trust media?
  • The severe consequences of misleading media information: The attacks on Westgate Mall in Kenya, Drottninggatan in Stockholm and the Armed Conflict in Donbass, Ukraine
  • The logic of fake news: Why does false information come up?
  • How can I identify the true facts from fake news on social media?

 

 

Mittagspause

 

 

SICHER UND GUT VORBEREITET ANS ZIEL

 

Mit dem Fahrzeug unterwegs in Risikogebieten - Gefahrenanalyse & Routenplanung, Fahrzeugwahl, Verhalten an Checkpoints 

T. Hiermann, CriseConsult

 

  • Gefahr im Gepäck: Reisen in Risikoregionen
  • Mobil vor Ort: Risikoprofil, Fahrzeugwahl, Ausrüstung
  • Ein Auto ist ein Auto ist ein Auto: Fahrzeugspezifische Vorbereitung
  • Aufbau und Zweck von Kontrollstellen
  • Misstrauen vermeiden: Die richtige Annäherung an Kontrollstellen
  • Verhalten an regulär betriebenen und "illegal" errichteten Checkpoints: dos & don'ts
  • Be prepared: Möglichkeiten der Vorbereitung

  

 

Kaffeepause

 

 

AKTUELLE FORSCHUNGSERGEBNISSE ZU PSYCHOSOZIALEN ERFOLGSFAKTOREN: FOLGESTUDIE ZU SOZIALEN NETZWERKEN IM AUSLAND, PSYCHOLOGISCHE VERTRÄGE, EMOTIONAL SUPPORT UND EMPLOYER DUTY OF CARE

 

Auslandsentsendungen in Hochrisikoländer: Stand der Forschung und Implikationen für die Praxis 

Prof. Dr. B. Bader, Senior Lecturer in International Human Resource Management, Newcastle University Business School

 

  • Überblick zu den aktuellen Entwicklungen in der Forschung zum Thema Auslandsentsendungen und Hochrisikoländer
  • Analyse anhand des Stress-Response-Outcome (SRO) Frameworks

    • Rolle und Bedeutung von Akteuren auf der Makro-Ebene
    • Organisationale Strategien und die Meso-Ebene
    • Auswirkungen auf Mitarbeiter/innen auf der Individualebene

  • Grenzen und Möglichkeiten der Employer Duty of Care
  • Hochrisikoländer und die Rolle des Psychologischen Vertrags
  • Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Praxis
  • Herausforderungen und Steuerungsmöglichkeiten für den Sicherheitsbeauftragten
    • Verdeutlichung der Schnittstellen zwischen Makro-, Meso- und Individualebene
    • Möglichkeiten, Ängste einzuschätzen, Probleme zu erkennen und psychologische Verträge erfolgreich zu managen

     

 

 

Ende des Forums: 16:30 Uhr