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Agenda

11. Netzwerktreffen für Krisen- und Notfallmanager

 

Veranstaltungsdauer: 1,5 Tage

 

Veranstaltungsbeginn: 08. April 2019, 12:00 Uhr

 

ERSTER VERANSTALTUNGSTAG - 8. April 2019

 

Moderation: A. Bédé

 

Get-together mit kleinem Imbiss

 

Krisenreview 2018 – ein kurzer Überblick: Ereignisse und Erfahrungen

A. Bédé

  • Herausragende Krisen in 2018

    • Analyse ausgewählter Krisenszenarien

  • Betrachtung des Krisenmanagements

    • Was lief gut – was ging schief?

  • Aspekte der Krisenkommunikation

    • Kommunikation als erfolgskritischer Faktor

  • Schlussfolgerungen im Sinne von „Lessons learned“
  • Fazit / Fragen / Diskussion

 

 Kommunikationspause

 

Tham-Luang – Gefangen in der Höhle. Erfahrungsbericht eines beteiligten Rettungstauchers: Krisenmanagement und Einsatzinfrastruktur am Beispiel der Rettungsaktion in Thailand

N. Vollmar, Technischer Taucher

  • Koordination bzw. Initiierung internationaler Hilfsmaßnahmen über soziale Medien
  • Szenen und Herausforderungen einer einzigartigen Rettungsaktion

    • Die Höhlentopografie – Was führte zu dieser Situation und machte die Rettung so kompliziert? Zeitlicher Überblick
    • 13 Eingeschlossene und über 1000 Helfer: Eine Herausforderung an die Rettungslogistik, Einsatzleitung und Koordination
    • Kammer 3: Die Einsatzbasis im Berg und die Einsatzstelle vor der Höhle
    • Komplexe Infrastrukturen an unwirtlichem Ort: Stromversorgung, Glasfaserleitungen und vieles mehr

  • Die finale Rettung: Die Welt schaut zu! Und: was nicht durch die Medien ging…
  • Erkenntnisse und Erfahrungen – auch für „Nicht-Höhlentaucher“

 

Waldbrände in Schweden und Moorbrand im Emsland: Führungserfahrungen aus der nationalen und internationalen Stabsarbeit im Katastrophenfall

M. Voß, Einsatzleiter der Niedersächsischen Feuerwehren beim Einsatz in Schweden und Verbindungsbeamter beim Moorbrand im Emsland

  • Die Waldbrände in Schweden

    • Aufstellung, Entsendung und Führung internationaler Einheiten
    • Arbeitsweise des schwedischen Stabs
    • Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit bei internationalen Einsätzen

  • Der Moorbrand im Emsland

    • Entwicklung des Moorbrandes in Meppen bis hin zum Katastrophenfall
    • Einbindung überörtlicher Hilfe und Koordination von Feuerwehrbereitschaften aus ganz Niedersachsen
    • Stabsarbeit im Niedersächsischen Innenministerium und beim Landkreis Emsland

 


 

Rahmenprogramm:

Networking in der Erlebnislandschaft Gondwanaland des Zoos Leipzig: Entdecken Sie drei Kontinente unter einem Dach!

 

Nutzen Sie die inspirierende Regenwaldlandschaft mit seinen Dschungelpfaden, seinem Baumwipfelpfad und einer Bootsfahrt auf dem Urwaldfluss Gamanil zum kollegialen Erfahrungsaustausch.

 

 

(c) Zoo Leipzig 

 

Ein gemeinsames Abendessen rundet den Veranstaltungstag ab.

 


 

ZWEITER VERANSTALTUNGSTAG

 

Moderation: R. Hauber

 

Kamelle statt Krise! Risiko- und Ereignismanagement am Beispiel des Kölner Rosenmontagszuges

A. Dieper, Zugleiter des Rosenmontagszuges, Festkomitee des Kölner Karnevals von 1823 e.V.

  • Das Festkomitee Kölner Karneval als Großveranstalter
  • Der Kölner Rosenmontagszug: Zahlen, Daten, Struktur
  • Risikobetrachtung: Finanzielle und operative Risiken
  • Struktur des Sicherheitskonzeptes
  • Vorbereitung auf unterschiedliche Szenarien

 

Router-Hack! Krisenkommunikation als Schlüsselfaktor bei Cyberattacken

C. Sachgau, T-Systems International GmbH, Telekom Security

Cyberabwehr ist allein schon aus technischer Sicht eine Herausforderung. Einen Angriff und seine Auswirkungen öffentlich zu machen, um möglicherweise betroffene Kunden und andere Unternehmen zu warnen, ist nicht unbedingt einfacher: Schnell werden betroffene Unternehmen an den Pranger gestellt und unterstellt, dass sie keine ausreichenden Schutzmaßnahmen ergriffen haben. Soziale Medien beeinflussen nicht unerheblich die öffentliche Meinung. Anhand des Router Incidents wird erläutert, welche kommunikativen Strategien und Maßnahmen maßgeblich zur Ereignisbewältigung beigetragen haben.

 

Kommunikationspause

 

Extremwetter als Dauer-Krisenszenario? Meteorologische Fakten, Vorhersage(wahn)sinn und Empfehlungen für ein vorausschauendes Business Continuity Management

J. Kachelmann, Meteorologe

Niedrigwasser, Dürre, Starkregen, Überschwemmung, Schlammlawinen - Starkwetterereignisse nehmen in Deutschland gefühlt zu und stellen zunehmend eine Gefahr für Unternehmen und eine Herausforderung für das Ereignismanagement dar.

Jörg Kachelmann wird in seinem Vortrag aktuelle und zukünftige Wetterphänomene meteorologisch einordnen und anhand von Schadensszenarien erläutern und Sinn, Unsinn und Validität gängiger Vorhersage- und Warntools kritisch beleuchten und daraus Empfehlungen für den Umgang mit Wetterereignissen im Kontext des Ereignismanagements ableiten.

 

Mittagspause

 

Der passgenaue Stresstest – Von der Analyse über die Szenarienbetrachtung zum Drehbuch und dann...

U. Langemeier, Avintor Consulting

  • Manche Sachen passieren, die kann man sich gar nicht ausdenken!
  • Klarer Auftrag ist wichtig! Aber auch machbar?
  • Kleine Risikoanalyse des Auftrages
  • Praxisbeispiel: Initialisierung eines Stresstestes für einen Konzern

    • Was kann alles passieren? Ein kleiner Exkurs in Auswahl und Aufbau von Szenarien…
    • Der Stresstest: Konzeption und Durchführung der Übung
    • …und das kam dabei raus! Ergebnisse und Erkenntnisse für die verantwortlichen Stakeholder                      

 

Üben. Üben. Bewähren – Konzept und Erkenntnisse des Aus- und Fortbildungskonzepts des Krisenmanagements CHEMPARK

Dr. B. Bansemer / S.Hummel, Currenta GmbH & Co. OHG

  • Rahmenbedingungen CHEMPARK

    • Aufgaben und Organisation des Krisenmanagements
    • Einsatzaufkommen

  • Aus- und Fortbildungskonzept

    • Zielsetzung
    • Aufbau und Struktur

  • Schulungskonzept
  • Übungskonzept
  • Wissensmanagement

    • Wissenserwerb, -verteilung und -erhalt im Krisenmanagement
    • Lessons observed - Lessons learned

  • Praxisbeispiel: Erfolgreicher Krisenstabseinsatz in unbekannter Umgebung
  • Fazit und Ausblick

           

Kommunikationspause

 

Krisenmanagement und mittelfristige psychosozialen Nachsorge nach größeren Schadenslagen – Konzept der strukturellen interdisziplinären Nachsorge (SIN)

T. Weber, Zentrum für Trauma- und Konfliktbewältigung (ZTK) GmbH

  • Die Krise ist gemeistert, oder? - Von der akuten zur mittelfristigen Nachsorge
  • Situative Analyse: Die Krisenerfahrung als Ausgangspunkt der weiteren Betreuung
  • Was wird gebraucht? Strukturelle Ist- und Bedarfsanalyse und Kooperationsmanagement
  • Psychoinformation: Informationsmanagement und gesicherte Fakten als „Trauma-Gegner“
  • Folgeschäden wirkungsvoll verhindern: Vorsorge- und Betreuungsangebote für Betroffene und Angehörige
  • Entlastung örtlicher Strukturen – Proaktive Prozessgestaltung „kritischer Tage“ (z.B. Jahrestage)
  • Langfristige Kontrolle der Maßnahmen

 

Ende der Veranstaltung: 09. April 2019, 16:30 Uhr