16. März 2010 in Frankfurt a.M.
Von der Sicherheitsbranche weitgehend unbeachtet wird auf europäischer Ebene die Richtlinie EN 50518 erarbeitet, welche voraussichtlich bereits ab dem kommenden Jahr weitreichende Konsequenzen für den Betrieb – möglicherweise sogar für die Existenz von Leitstellen haben wird.
Der vorliegende 3-teilige Richtlinienentwurf reglementiert bauliche, technische und betriebliche Anforderungen für Leitstellen in einer für den deutschsprachigen Raum bislang unbekannten Härte. So werden z.B. Sicherungsqualitäten verlangt, die die schon anspruchsvollen Anforderungen von VdS-anerkannten Leitstellen noch einmal übertreffen.
Es ist zu befürchten, dass die hohen Anforderungen, die von Industrie und Wirtschaft im Richtlinientext durchgesetzt werden konnten (die überwältigende Mehrheit in Europa hat dem 1. Teil der Richtlinie uneingeschränkt zugestimmt), von den heutigen und künftigen Wach- und Sicherheitsdienstleistern mit Notruf- und Serviceleitstellen einfach aus wirtschaftlichen Gründen nicht erbracht werden können. Aber auch für alle anderen Sicherheitszentralen (z.B. unternehmenseigene Leitzentralen) werden sich erhebliche Konsequenzen ergeben, da die neuen Anforderungen bislang kaum abgedeckt sind.
Seit der Richtlinienentwurf für den 1. Teil am 15. Oktober 2009 veröffentlicht wurde, beginnen die Betroffenen die extremen Konsequenzen zu realisieren, die spätestens am 15. Oktober 2010 beginnend mit Teil 1 unweigerlich auf sie zukommen werden.
Die Veranstaltung am 16. März 2010 in
Frankfurt wird klären, welche Anforderungen zu erfüllen sein
werden, welche Konsequenzen sich aus der neuen Richtlinie
bei Nichtumsetzung ergeben werden, ob z.B. bestehende
Leitstellen dann automatisch zum „Mängelfall“ werden und welche
Haftungsansprüche von dieser neuen Norm im
Schadensfall ausgehen.
Im Workshopteil werden in
konzentrierter Form an Hand imaginärer, durch die Teilnehmer
bestimmten Leitstellenprojekte die Veränderungen und der
Handlungsbedarf, ausgelöst durch die neue DIN EN 50518, deutlich
gemacht. Gerne können Sie – das Interesse anderer
Teilnehmer vorausgesetzt – auch ihr eigenes Leitstellenprojekt zum
Gegenstand der Workshoparbeit machen. Unter fachlicher Anleitung
entwickeln die Teilnehmer ein Leitstellen-Anforderungsprofil nach
der neuen Norm.
Die Referenten sind allesamt erfahrene
Spezialisten in der Leitstellenkonzeption
und -planung.
Zielgruppe: Betreiber und Führungskräfte von Sicherheitszentralen und Leitstellen, Sicherheitsverantwortliche, Verantwortliche aus den Bereichen Polizei, Feuerwehr und Katastrophenschutz, Bauabteilungen / Facility Management, Planer und Projektsteuerer in Unternehmen, Revision, Mitarbeiter Corporate Security.