Gewalt am Arbeitsplatz: Spektrum – Dynamiken –
Warnsignale – Erkennungs-,
Präventions- und Deeskalationsstrategien
28. / 29. Februar 2012 in Frankfurt/M.
Interview mit unserem Referenten Dr. Jens Hoffmann zum Thema Bedrohungsmanagement
Gewalt am Arbeitsplatz (Workplace Violence) nimmt seit den letzten Jahren deutlich zu (mehr als 7000 Fälle pro Jahr) und ist ein Phänomen, welches neben körperlichen Schäden auch beträchtlichen wirtschaftlichen Schaden verursacht, etwa in Form von Krankheitstagen, erhöhter Fluktuation, geringerer Produktivität und Reputationsschäden.
Hierbei handelt es sich nicht, wie oft vermutet, um ein primär amerikanisches Phänomen, sondern ebenso sind im deutschsprachigen Raum schwerwiegende Fälle bekannt, darunter auch Amokläufe.
Die betriebsschädigenden Handlungen zeigen dabei ein breites Spektrum auf, von Drohungen über Stalking bis zu körperlicher Gewalt und in einigen Fällen sogar bis hin zu Tötungsdelikten. Die Handlungen erfolgen oftmals aus krimineller Energie, heißer Wut oder kalter, geplanter Aggression und erfordern entsprechend unterschiedliche Präventionsstrategien.
Diesen problematischen Entwicklungen gehen fast ausnahmslos Warnsignale voraus, die in der eigenen Institution erkannt und auf die reagiert werden kann. Mit Hilfe eines Prozesses des so genannten psychologischen Bedrohungsmanagements lassen sich Gewaltdynamiken gut erkennen und die Institution kann fallbezogen deeskalierend gegensteuern.
Hierfür ist es von zentraler Bedeutung, in der eigenen Institution relevante Stellen wie z.B. Personen mit Personalverantwortung für das Thema Gewalt am Arbeitsplatz und Warnsignale zu sensibilisieren und Ansprechpartner zu benennen.
Das Seminar zielt darauf ab, die Grundstrategien des Bedrohungsmanagements zu erlernen, wie beispielsweise das Risiko einer gewalttätigen Eskalation in einem konkreten Fall einzuschätzen oder ein interdisziplinäres Fallmanagement durchzuführen. Dies wird zugleich anhand von realen Fallbeispielen erprobt und eingeübt.
Für Corporate Security ist die Prävention von Workplace Violence ein Gewinnerthema, denn die Verunsicherung und das Bedürfnis nach Unterstützung bei bedrohlichem Verhalten ist in vielen Abteilungen gestiegen.
Findet heute ein Amoklauf oder eine andere zielgerichtete Gewalttat in einem Unternehmen statt und war kein systematisches Bedrohungsmanagement vorhanden, müssen sich zu Recht die Verantwortlichen fragen lassen, ob sie nach dem jetzigen State of the Art Vorsorge getroffen haben.
Seminarziel: Die Teilnehmer erfahren
Zielgruppe: Mitarbeiter von Unternehmen, Behörden und Hochschulen aus den Bereichen Sicherheit, Personal, Recht, Verwaltung, Kommunikation, Gesundheit und anderen Bereichen, die mit Drohungen und Gewalt am Arbeitsplatz konfrontiert sind.